Sie, verehrte Leserin und verehrter Leser, haben sich nun sicherlich über die Reinkarnation in Verbindung mit dem, was Kinder darüber herausgefunden und mitgeteilt haben, genügend informieren können, um sich nun zu fragen, wie Sie nach dem Lesen dieses Buches zur Reinkarnation stehen. Wie ich haben Sie sicherlich ebenfalls grossen Respekt vor der Leistung Professor Stevensons bekommen. Was Sigmund Freud für die Psychologie und Elisabeth Kübler-Ross für die Sterbeforschung ist, bedeutet Ian Stevenson gewiss für die Reinkarnationsforschung. 1958 schrieb die Amerikanische Vereinigung für Parapsychologie einen Wettbewerb aus, dessen erster Preis demjenigen zugesprochen werden sollte, der den besten wissenschaftlichen Bericht über "Nachweise für ein Überleben der Persönlichkeit nach dem körperlichen Tod" liefern könne. Der Arzt und Psychiater Ian Stevenson beteiligte sich an diesem Wettbewerb und gewann ihn mit seiner Arbeit über "Nachweise vom Leben nach dem Tod durch behauptete Erinnerungen an frühere Inkarnationen". Obwohl sich Stevenson bei dieser Arbeit noch auf keine eigenen Untersuchungen stützen konnte, imponierte die kritische Art, wie er dabei vorzugehen vorschlug. Diese Arbeit über die Reinkarnation musste ihn derart gepackt haben, dass er sich seitdem hauptsächlich der Nachweisbarkeit von Reinkarnationsfällen widmete. Ab 1961 beginnt er vor Ort die jeweiligen Fälle zu überprüfen und demonstriert dabei sämtliche Möglichkeiten des wissenschaftlichen Vorgehens für ein derartiges Forschungsfeld. Wann immer ihm von einem Kind irgendwo in dieser Welt berichtet wird, das sich an frühere Leben erinnert, dann reist er - sofern es seine Zeit erlaubt - dorthin und untersucht den Fall, wobei ihm meist wissenschaftliche Mitarbeiter aus den betreffenden Ländern helfend zur Seite stehen. Manchmal werden auch unter Zuhilfenahme solcher Mitarbeiter fünfzig und mehr Personen befragt, um Verifikationen einer Reinkarnationserinnerung durchzuführen. In seinen Unterlagen befinden sich über 2500 Reinkarnationsfälle! Siebzig davon hat er schon vor der Veröffentlichung von Reincarnation and Biology ausführlich in Büchern oder wissenschaftlichen Journalen beschrieben. Anzuzweifelndes in der Beweisführung hat er als solches herausgestrichen, und vieles, an dem die geringste Zweideutigkeit zu beanstanden war, die die Echtheit eines Falles zweifelhaft erscheinen liess, liess er unbeachtet. Stevenson hat sich nie mit Vordergründigem zufrieden gegeben, sondern jeden Fall, wenn möglich, in eigener Person vor Ort recherchiert, dasswohl keiner seiner Mitarbeiter mit grösserer Zuverlässigkeit und wissenschaftlicherer Gewissenhaftigkeit zu Werke ging. Bevor Stevenson mit seinem wissenschaftlichen Ansatz in der Reinkarnationsforschung auf den Plan trat, hatte es schon eine ganze Reihe berichteter Reinkarnationsfälle gegeben, die auch von Zeugen bestätigt worden waren. Aber ihnen fehlte die wissenschaftliche Untermauerung, die bis ins letzte genaue Recherchierung, die bloss Behauptetes von wirklich Erlebtem aufgrund von Nachweisen scheiden konnte. Mit Stevensons Arbeit als Professor für Psychiatrie an der University of Virginia in Charlottesville beginnt die moderne Reinkarnationsforschung. Wir alle müssen uns vor diesem grossen Mann tief verneigen und ihm dafür danken, dass er in unermüdlicher Arbeit an Hunderten von Kindern in aller Welt absolut zukunftsweisende Grundlagenforschung demonstriert hat. Um eine wirklich tiefgreifende Vor-Ort-Forschung durchzuführen, war es meist notwendig, in die betreffenden Teile der Welt mehrfach zurückzukehren, einmal um sämtliche Beteiligte, die zur Zeit seiner verschiedenen Besuche nicht immer vollzählig anwesend waren, aufzusuchen, und dann auch, um die weitere Entwicklung der betreffenden Zielpersonen im Auge zu behalten. Seine Forschungsarbeit vor Ort fand oft unter härtesten Bedingungen statt - so ergaben sich in den besuchten Regionen zuweilen unerwartete Kriegs- oder Rebellionswirren, oder Stürme, Monsunregen, unpassierbare Strassen und ähnliches mehr schnitten ihn von seinen oft sehr verstecktliegenden und schwer zugänglichen Zielorten ab oder verhinderten vorübergehend seine Rückkehr. Weiterhin wurde seine mühselige Arbeit durch mangelhafte Übersetzer, Aussageverweigerung oder auch durch Nichtanwesenheit oder Nichtauffindbarkeit inzwischen verreister oder verzogener Personen mitunter erheblich erschwert. Doch Professor Stevenson gab nicht auf. Millionen von Flug- und Hunderttausende von Strassen- und Bahnkilometern in aller Welt legte er zurück, um für die medizinische Wissenschaft gleich grossen Entdeckern wie Sven Hedin oder Livingstone ein riesiges, noch unbekanntes Territorium zu ergründen, die terra incognita der Geburtsmale und Geburtsdefekte. Professor Stevenson hat für die damit verbundenen bisher unbeantworteten Fragen schlüssige Antworten durch Beweisführungen vorgelegt, wovon vor allem sein grosses Werk Reincarnation und Biology Zeugnis ablegt, aus welchem wir für dieses Buch eine Reihe von Beispielen ausgewählt haben.
Stevenson
öffnet durch seine Pionierarbeit der Medizinwissenschaft eine neue
Tür: Reinkarnations-Medizin :: deren Kombination mit der
Rückführungstherapie zu den künftigen Segnungen des neuen Jahrtausends
zählen dürfte. ::
Elisabeth Kübler-Ross hat durch ihre Forschungsarbeit an den Betten Sterbender - vor allem todgeweihter Kinder - nachgewiesen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Mit Stevenson ist nun der zweite grosse Schritt in der Entdeckung grundlegender Erkenntnisse über das erweiterte Dasein des Menschen gelungen - wir wissen nun, dass sich dieses aus einer Kette wiederholter Erdenleben zusammensetzt. Er ist derjenige, der die Reinkarnation dank der das Beweismaterial liefernden Kinder endgültig bewiesen hat. Er hat die Reinkarnation aus dem Glaubens- und Philosophenbereich und aus der Verweisung in das Labyrinth des nur Glaubhaften und Numinösen erlöst und sie nun endgültig ins Licht der Wissenschaft gestellt. Seit der Pionierarbeit von Dr. Elisabeth Kübler-Ross an den Betten von Sterbenden wüsste ich von keiner grösseren medizinischen Tat als Stevensons Nachweis der Verkettung von Geburtsmalen und Geburtsdefekten mit der Reinkarnation. Er hat dadurch nicht nur der Medizin bei der Lüftung eines grossen Geheimnisses geholfen, sondern, ganz schlicht gesprochen, im nebenbei die Reinkarnation bewiesen. Ich glaube mit vollem Recht dafür plädieren zu dürfen, dass diesem grossen Forscher, dessen Bedeutung hinsichtlich der Erweiterung unseres Weltbildes ich in meinem Buch Wiedergeburt - Die Beweise mit der des Kopernikus und seiner Grosstat verglichen habe, für seine die Medizin wie auch das Weltbild des Menschen so überaus bereichernde Leistung der Nobelpreis für Medizin verliehen wird. Mit den Forschungen Professor Stenvensons beginnt eine neue Epoche der Reinkarnation. Vor ihm war die Reinkarnation eine Angelegenheit von Gläubigen und Esoterikern oder ein Spekulationsfeld für Philosophen und Okkultisten. Er hat den wissenschaftlichen Nachweis der Reinkarnation erbracht. Aus seiner Forschungsarbeit werden sich zwangsläufig erhebliche Konsequenzen für das gesamte Denken dieser Welt ergeben. Denn wenn die Menschheit in ihrer bisherigen Kurzsichtigkeit nur von einer einzigen Erdenexistenz des Menschen ausging, jetzt aber umzudenken hat, dass wir alle viele Erdenleben haben, dann wird sich in unserem Bewusstsein notwendigerweise vieles ändern müssen - sowohl auf der persönlichen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene. Was eine allgemeine Anerkennung der Reinkarnation samt dem damit verbundenen Karmagesetz für Konsequenzen in unserem Denken und Handeln haben wird, habe ich im folgenden Kapitel skizziert.
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