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Reinkarnation Aktuell

Ein Dreijähriger überführt seinen Mörder

Mit dem bekannten israelischen Arzt und Professor der Medizin Eli Lasch bin ich schon seit zehn Jahren in Freundschaft verbunden. Er war lange Zeit der für das Gesundheitswesen im Gazastreifen und vorübergehend für den ganzen von Israel besetzten Sinai zuständige Chefarzt, hatte aber immer mehr aufgrund von eigenen Erfahrungen den Weg über die Kabbala nach innen gefunden, bis er wieder über erstaunliche Fähigkeiten verfügte, die er in einem früheren Leben, wie er herausfand, schon ausgeübt hatte.

Nachdem er seine Laufbahn als hochdekorierter Mediziner beendet hatte, unterhielt er in Israel eine Praxis als Rückführungstherapeut und Geistheiler. 1989 kam er nach Berlin, wo ich an seinen Seminaren teilnahm und wir uns schliesslich gegenseitig in frühere Leben zurückführten. Wenige Jahre später war er verschiedentlich im Fernsehen zu sehen, wo er über den Bildschirm erfolgreich Fernheilungen durchführte. Er war auf einmal eine im ganzen Land bekannte Persönlichkeit geworden.

1998 ist sein sehr interessantes Buch VOM ARZT ZUM GEISTHEILER erschienen. Eli hat mir einige erstaunliche Geschichten über Reinkarnation berichtet, die dabei mitgeholfen hatten, sein ganzes schulmedizinisch geprägtes Denken zu revolutionieren. Im Dezember 1998 suchte ich ihn in seiner Berliner Wohnung auf, wo er mir u. a. jene Begebenheit wiedererzählte, die ich nun in eigenen Worten wiedergeben möchte.

Die Drusen sind ein Volk von etwa zweihunderttausend Seelen, das sich schon seit langer Zeit im Libanon, in Syrien, Jordanien und im Gebiet des heutigen Israels niedergelassen hat. Sie sind weder Moslems noch Christen, sondern haben ihre eigene Religion. In Israel sind sie vornehmlich auf den Golanhöhen anzutreffen. Sie dienen als einzige nichtjüdische Israelis auch in der israelischen Armee. Die Reinkarnation ist das Zentrum ihres Glaubens.

Sobald ein Kind geboren wird, sucht man seinen Körper nach Muttermalen ab, denn man ist davon überzeugt, dass diese von Todeswunden herstammen, die man in einem vorausgegangenen Leben erlitten hat. Hat man solche an einem Kind festgestellt, versucht man, sobald das Kind sprechen kann, von ihm etwas aus dem vergangenen Leben zu erfahren, um Anhaltspunkte bezüglich seines damaligen Todes zu erhalten. Man weiss, dass Kleinkinder oft die vorausgegangenen und die jetzigen Lebensereignisse nicht genau auseinanderhalten können und folglich alles noch wie in einem Leben erleben.

Sowie ein Kind jedoch drei Jahre alt geworden ist und Vergangenes aus früheren Leben eindeutig von Begebenheiten des jetzigen Lebens zu unterscheiden weiss, begibt man sich mit ihm zu jenem Ort - sofern es von diesem gesprochen hat -, von dem es behauptet, dort gelebt zu haben. Dies ist meistens ein besonderes Ereignis, weshalb eine Art einheimischer Untersuchungsausschuss gebildet wird unter Leitung der jeweiligen Dorfältesten.

Als wieder einmal ein Junge drei Jahre alt geworden war, auf dessen oberer Stirn ein langes rotes Muttermal zur Kopfmitte hin führte, bildete sich eine Gruppe von fünfzehn Männern. Diese bestand aus dem Vater und weiteren Verwandten des Jungen, einigen Ältesten aus seinem Dorf sowie aus Vertretern der drei benachbarten Dörfer. Denn aus den Andeutungen des Jungen ging hervor, dass er in unmittelbarer Nachbarschaft gelebt haben musste. Zu dieser Gruppe hatte man als einzigen Nichtdrusen Professor Eli Lasch geladen, wusste man doch von ihm, dass er sich für die Reinkarnation interessierte.

Man kam mit dem Jungen zum ersten benachbarten Dorf. Er wurde gefragt, ob es ihm vertraut sei. Aber er entgegnete, dass er in einem anderen Dorf gelebt habe. Also ging man zum nächsten Dorf. Dort angekommen, wiederholte sich die gleiche Antwort. Schliesslich gelangte man zum dritten Dorf. Nun erklärte der Junge, dass dies sein Dorf sei. Auf einmal fiel ihm sein früherer Name wieder ein.

Er hatte schon vor Monaten erklärt, dass er von einem Mann mit einem Beil erschlagen worden war. Aber sein eigener Name und der des Mörders waren nicht mehr in sein Gedächtnis zurückzurufen gewesen. Doch jetzt fielen ihm auch der Vor- und Zuname seines Mörders erneut ein. Und einer der Ältesten dieses Dorfes, der bei der Gruppe weilte, kannte den Mann jenen Namens.  Er sagte, dass dieser vor vier Jahren spurlos verschwunden sei und man ihn für vermisst erklärt habe, dassman angenommen hatte, dass er bei den Kriegswirren in dieser Gegend zu Schaden gekommen sein müsse - es passiere öfter, dass Leute zwischen die Linien der Israelis und der Syrier gerieten und dann gefangengenommen oder als mutmassliche Spione erschossen würden.

Man ging durchs Dorf. Der Junge zeigte sein Haus. Viele Neugierige hatten sich nun eingefunden. Plötzlich schritt der Junge auf einen Mann zu und sagte: "Bist du nicht ... (der Name ist Eli entfallen)?" Der Mann antwortete mit einem Ja. "Ich war früher dein Nachbar. Wir hatten uns verstritten. Und du hast mich mit der Axt getötet." Der Mann, wie Eli sagte, sei auf einmal ganz bleich geworden. Und der Dreijährige fügte hinzu: "Ich weiss auch, wo er meinen Körper begraben hat."

Wie kann er gewusst haben, wo jener Nachbar seine damalige Leiche verbarg, wenn er doch tot war? Nach dem Tode geht die Seele aus dem Erdenkörper heraus und sieht in den meisten Fällen, wie ich es in den von mir durchgeführten Rückführungstherapien fast täglich erlebe, ihren Körper unter sich liegen. Oft bleibt man noch einige Zeit dort schweben, betrachtet auch ganz genau, was mit dem Körper weiterhin geschieht. Wir werden in diesem Buch noch mehr über diese Vorgänge aus Kindermund vernehmen.

Nun zog die ganze Gruppe, begleitet von Neugierigen, in die vor dem Dorf gelegenen Felder. Den Mann, den der Kleine als seinen Mörder wiedererkannt hatte, forderte man zum Mitkommen auf. Der Junge führte sie nun auf ein Feld und sagte, vor einem Steinhaufen stehenbleibend: "Unter diesen Steinen hat er meinen Körper versteckt. Und dort drüben hat er die Axt vergraben."

Man deckte nun die Steine ab und entdeckte darunter Bauernkleider und das Skelett eines erwachsenen Mannes. Der Schädel, wie man genau erkennen konnte, war vorn gespalten. Jetzt wandten sich alle Blicke dem von dem Jungen bezeichneten Mörder zu, welcher sich nun vor allen zu dieser Tat bekannte. Man ging zu jener Stelle hinüber, die der Junge als den Ort der vergrabenen Axt angegeben hatte. Man brauchte nicht lang zu graben, und man hielt die Axt in der Hand.

Für die Drusen ist die Reinkarnation etwas Selbstverständliches, man braucht keine Beweise mehr, um den Glauben daran zu festigen. Und trotzdem ist es auch für sie immer wieder erstaunlich, wie die Reinkarnation durch Fälle wie diesen wieder und wieder Bestätigung findet. Übrigens glauben die Drusen daran, dass man stets als Druse wiedergeboren wird. Man sollte vielleicht einmal durch Gruppenrückführungen bei ihnen herauszufinden suchen, ob diese Behauptung wirklich stimmt. Eli erkundigte sich auch noch, was mit dem Mörder jenes Mannes geschehen würde. Ihm wurde bedeutet, dass man ihn nicht den öffentlichen Behörden überstellen, sondern selbst ein Strafgericht über ihn verhängen würde.

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Page revision: 20-07-2007
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