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Das Grosse Handbuch der Reinkarnation

Fallbeispiel einer Heilung einer hochgradigen Spinnenphobie in nur 90 Minuten

Michaela ist Enddreissigerin und Alternativtherapeutin. Seit vielen Jahren leidet sie unter einer extremen Spinnenphobie. Selbst eine kleine Spinne im Raum nötigt sie, diesen zu verlassen. Sie hat sich schon mehreren Therapien verschiedenster Art unterzogen, ohne dass sich (bleibende) Ergebnisse zeigten. Sie liess sich schliesslich bei mir in der Rückführungstherapie ausbilden. Während einer solchen Ausbildung pflege ich einige exemplarische Symptome der Auszubildenden zu Demonstrationszwecken zu beheben.

Was hast du an den Füssen an?

Ich bin kein Mensch, ich bin eine Heuschrecke.

(Im allgemeinen ist es sehr ungewöhnlich, dass ein „Opferleben“ bis in ein Tierleben zurückreicht. Vielleicht haben viele Spinnenphobien hier ihre tiefste Ursache.)

Erlebe dein schönstes Gefühl als Heuschrecke.

Ich kann weite Wege mit einem Satz zurücklegen. Ich kann alles sehen, wenn ich in der Luft bin.

Jetzt erlebe dich bei deinem grössten Sprung, den du gemacht hast, voller Freude. Was empfindest du?

So schön, voller Leichtigkeit.

Und wie sind die anderen? Springt ihr auch mal um die Wette?

Ich habe keinen Kontakt zu anderen Heuschrecken.

Was macht dir die grösste Freude in deinem Heuschreckenleben?

Rumspringen, Fressen.

Was frisst du am liebsten? 

Pflanzenteile.

Was für Pflanzen frisst du am liebsten oder welche Teile von den Pflanzen?

Ich weiss die Namen nicht. Sie haben verschiedene Farben und liegen am Boden.

Was machst du in der Nacht? Schläfst du?

Es ist eigentlich kein richtiger Schlaf. Ich ruhe nur. Und wenn es kalt wird, dann bin ich ganz starr.

Ruhst du auch am Tag, oder bist du dann immer am Springen?

Nein, ich ruhe auch, (vor allem) da, wo die Sonne hinscheint, wo es schön warm ist.

Wieviel Sprünge machst du denn so am Tag?

Habe ich noch nie gezählt. Ich schätze mal so zirka fünfhundert.

Bist du ein Männchen oder ein Weibchen?

Weibchen.

Bekommst du auch Kinder?

Ich lege Eier. Ich habe noch keine Eier gelegt. Ich weiss nur, dass es meine Aufgabe ist, Eier zu legen.

Gibt es auch so etwas wie Liebe zu einem Männchen?

Nein.

Hast du schon mit einem Männchen kopuliert?

Nein.

Bist du noch eine junge Heuschrecke?

Ja.

Und ich zähle jetzt bis 3, und dann erlebst du dein schlimmstes Erlebnis als Heuschrecke. 1, 2, 3. Was erlebst du?

Ich stehe vor einem ganz grossen Spinnennetz, und ich weiss, dass dasseine ganz grosse Spinne dahinter ist. Ich möchte gerne darüber, und ich weiss, ich kann nicht. Ich bin irgendwie dasshineingeraten, und ich komme nicht mehr raus. dasssind lauter Äste. Es ist dunkel.

Was machst du jetzt? Kannst du nicht die Fäden irgendwie zerschneiden oder zernagen ?

Nein, ich habe Angst, ich drehe in das Netz.

Und jetzt kommt die Spinne. Wie fühlst du dich?

Bedroht.

Beisst sie dich?

Die beisst mich noch gar nicht. Ich bin noch nicht im Netz. Ich weiss nur, dass sie dasitzt und auf mich wartet.

Und jetzt geh mal in das Spinnennetz hinein, egal was dich erwartet.

Ich gehe dassnicht hinein.

Was machst du jetzt?

Ich sitze dassund will dort weg.

Weisst du was? Ich bin ein unsichtbarer Geist und nehme dich jetzt bei der Hand. Dann gehen wir zusammen ins Netz, und du hast es hinter dir. Ich zähle jetzt bis 3. Und auf einmal bist du in dem Netz der Spinne. 1, 2, 3. Was geschieht?

Ich klebe dassfest. (Schluchzen der Klientin)

Und wie ist das? Beschreibe es, gehe in das Gefühl hinein.

Ich habe Angst. Ich versuche mich zu wehren. Und je mehr ich zappele, desto weiter hänge ich fest.

Und siehst du schon die Spinne? Kommt sie schon?

Ich spüre, wie sie kommt. Jetzt sehe ich, wie sie kommt. Sie hat ganz haarige, dicke schwarze Füsse.

Und ich zähle jetzt bis 3, und dann hast du alles hinter dir,denn dann bist du gestorben und kannst alles rückblickend sehen.1, 2, 3. Du bist jetzt gestorben. Nun geht es dir wieder gut, denn du hast nun alles hinter dir und weisst jetzt, was passiert ist. Beschreibe noch mal ganz gelassen, was passiert ist.

Die Spinne hat mich gebissen. Ich war aber gar nicht tot. Sie hat mich nur gebissen, damit ich mich nicht mehr bewege. Sie hat mich dann eingewickelt, und dann konnte ich mich gar nicht mehr bewegen. Ich kriege keine Luft mehr. Und dann schleppt sie mich fort in einem Kokon oder sowas und hängt mich irgendwo hin.

Und wann bist du dann tot gewesen?

Ein paar Stunden später.

Und jetzt bist du gestorben. Wo befindest du dich jetzt.
Wie nimmst du dich jetzt wahr ?

Als eine Art von Energie.

Und fühlst du dich jetzt ganz befreit?

Ja.

Blicke doch jetzt mal zurück auf das, was sich ereignet hat. Nimmst du es der Spinne übel, dass sie dich getötet hat?

Ja, die Spinne war heimtückisch. Sie hat auf mich gewartet und ausgenutzt, dass ich keinen Ausweg mehr hatte.

Aber jetzt bist du befreit. Du bist jetzt diese Energie. Geh mal dieser Energie nach. Was machst du? Wohin gehst du? Was erlebst du?

Im Augenblick betrachte ich mir noch die Situation. Ich bin relativ emotionslos innerlich. Mir macht das nicht soviel aus, das zu beobachten.

Im Grunde hat dich die Spinne zurückbefördert in diesen wunderbaren Energiezustand, in dem du dich sehr wohlfühlst. Kannst du dieses Wohlgefühl in diesem Energiezustand spüren?

Ich fühle Ausgeglichenheit und Licht.

Und würdest du jetzt sagen, dass du dich jetzt viel wohler fühlst, als du dich als Heuschrecke gefühlt hast, die ja vielen Gefahren ausgesetzt war?

Ausgeglichener.

Und dir kann jetzt nichts mehr passieren. Du bist jetzt geschützt in dieser Energie, Du fühlst dich nicht mehr bedroht und darfst jetzt dieses Gefühl der Freiheit ganz leben. Fühlst du dich  jetzt wohl dassdrin?

Ja, ich würde aber ganz gerne wieder zwischen den Blumen herumspringen.

Versuch doch mal, als Energie zwischen den Blumen herumzuspringen. Das kannst du doch?

Hmm. (Zustimmung)

Stelle dir jetzt vor, du bist eine Heuschrecke und kannst genauso rumspringen und all die schönen Gefühle erleben, ohne dass es eine Gefahr für dich gibt. Du kannst sogar durch das Spinnennetz hindurchspringen, denn dieses kann dir gar nichts mehr anhaben.

Ich springe jetzt der Spinne auf den Rücken drauf.

Und auf einmal stehst du wieder vor dem Wolkentor bei dem Höheren Selbst. Du kannst dich an alles erinnern. Und du fragst jetzt das Höhere Selbst: Warum musstest du als Heuschrecke diesen grausamen Tod durch jene Spinne erleben? Warum? Was sagt das Höhere Selbst?

Es war meine Aufgabe, als Nahrung für die Spinne zu dienen.

Du siehst also einen normalen Naturkreislauf, dass jemand sich ernähren muss von etwas anderem und dass man auch dem anderen als Futter dient. Das ist auch eine Art Bestimmung des Lebens. Frag das Höhere Selbst. Was sagt es dazu?

Ja.

Die Spinne ist kein Übeltäter. Ihre Funktion ist es, sich von Fliegen, Insekten, Heuschrecken und anderem zu ernähren. Sie kann gar nicht anders. Vielleicht ist die Spinne an sich ein ganz wunderbares und liebevolles Tier, aber sie muss sich ja ernähren, damit sie der Funktion ihrer Programmierung, sich von anderen Tieren zu ernähren, nachkommen kann. Sie kann ja gar nicht anders.

Aber sie ist so heimtückisch.

Ja, weil sie wahrscheinlich weiss, dass sie nur auf diese Art und Weise zu ihrer Nahrung kommt. Sie muss heimtückisch sein, sonst würde sie vielleicht verhungern. Kannst du das einsehen?

(keine Antwort)

Sie muss heimtückisch sein. Sie muss im Verborgenen ein Netz bauen, damit sie zu ihrer Nahrung kommt, denn wenn sie das in aller Öffentlichkeit im Sonnenlicht machen würde, würde das jedes Insekt sehen und alle würden dann denken: „Nein, dassgeh' ich nicht rein.“ Und die würden dann ihrem Netz ausweichen, und die Spinne würde verhungern müssen. Du siehst, die Spinne muss heimtückisch sein, um mit deinen Worten zu sprechen, damit sie überhaupt überleben kann. Es ist ihre Bestimmung, heimtückisch zu sein. Kannst du das einsehen ?

Hmm. (Zustimmung)

Ebenso könnten die Pflanzen sagen, sie haben Angst vor dir, weil du Pflanzen isst. Aber es ist ihre Bestimmung, von den Heuschrecken und anderen Tieren gegessen zu werden. Kannst du das einsehen?

Hmm. (Zustimmung)

Und kannst du das sehen, dass es auch die Bestimmung von Heuschrecken und anderen Insekten ist, als Futter für die Spinne zu dienen?

Ja.

Und du kannst auch sehen, dass eigentlich die Spinne an sich nichts Böses ist. So wie sie geschaffen ist, ist sie. Ja, im Grunde kannst du sie freisprechen von irgendeiner Schuld. Könntest du die Spinne freisprechen von Schuld?

Ich kann sie freisprechen von der Schuld, dass sie mich als Heuschrecke gefressen hat.

Und das HS führt dich jetzt in ein anderes Leben, das ebenfalls mit deiner Phobie vor Spinnen zu tun hat. 1, 2, 3. Jetzt bist du da. Wo bist du?

Ich seh mich gerade als Mensch irgendwo in einem Loch liegen, und dasssind ganz viele grosse Spinnen.

Wer bist du?

Ich bin eine junge Frau, irgendwo gefangen. Ich kann im Augenblick nicht soviel erkennen. Jedenfalls haben sie mich gefesselt und dassreingeschmissen. Und dasssind ganz viele Spinnen drin; die haben sich erschreckt. Oder haben sie Hunger? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall ganz viele. Und ich sterbe dann auch ganz schnell. Oh, das tut weh!

Geh mal in deine Gefühle hinein. Wo beissen sie dich denn?

Überall.

Bist du in jenem Loch ganz allein?

Ja. (weinerlich)

Ich zähle jetzt auf 3, und dann befindest du dich dort, wo du 3 Tage davor gewesen bist, bevor du in dieses Loch kamst. 1,2,3. Sag mir mal, wie heisst du?

Jeanette.

Wie alt bist du?

Ungefähr 17.

Jeanette, erzähl mir doch mal ein bisschen etwas aus deinem Leben. Wo und wie wohnst du eigentlich? Wo ist dein Zuhause? Schau es dir mal an.

Ich bin nicht zu Hause, ich bin in einem fremden Land.

In welchem Land befindest du dich?

dasssind irgendwelche Ureinwohner. Die verstehen mich nicht. Die haben mich gefangen. Ich war mit anderen Leuten unterwegs. Sie haben mich gefangen und wegen irgendwas verurteilt. Und die anderen, ich weiss nicht, wo die anderen sind. Die haben sie weggebracht. Die haben mich zu irgendwas verurteilt, und ich verstehe ihre Sprache nicht.

Wer sind denn die anderen, die mit dir dorthin gekommen sind? Aus welchem Land kommen die denn?

Aus Frankreich.

Und wie seid ihr in dieses Land mit diesen Ureinwohnern gekommen?

Wir haben irgendeine Forschungsreise gemacht. Und ich war eingeladen, daran teilzunehmen. Ich weiss nicht, ich glaube, mein Vater war dabei und noch so ein paar andere Leute mit Tropenhelmen auf.

Wie sehen denn die Menschen aus, wo du jetzt hingekommen bist?

Klein und schwarze Haare. Dunkle Hautfarbe.

Und haben die euch alle gefangengenommen oder nur einige?

Die haben alle gefangengenommen, und die anderen haben sie weggebracht.

Weisst du, wohin man sie gebracht hat?

Nein.

Was hat man dir zuleide getan?

Man hat mich ausgezogen und Hände und Füsse gefesselt, nachdem man das Urteil dassgesprochen hat, und hat mich weggebracht. Das ist auch nicht im Urwald, das ist ausserhalb. Es ist wie so eine Steppe, so geröllig ist es dort in der Nähe. So Steinhügel. Und dassist ein grosses Loch, und dasssitzen die Viecher drin.

Hat man dich ganz bewusst dasshineingeworfen, weil man wusste, darin wirst du von den Spinnen getötet?

Ja.

Die Spinnen, die du dass siehst, sind die klein oder gross? Beschreib sie mal.

Gross, ganz gross.

Sind das Taranteln?

Es sind Taranteln oder Vogelspinnen oder ..., ich weiss nicht was. Es sind ganz grosse, grauslige Viecher.

Kannst du einige zermanschen oder zertrümmern?

Kann ich nicht, ich bin doch gefesselt. Ich bin wahrscheinlich auf welche draufgefallen, denn ich spür' sie auch unter mir.

Ich zähle jetzt bis drei, und dann ist alles vorbei. Du bist dann schon gestorben, Jeanette, und du siehst dann alles aus einer anderen Perspektive. 1, 2, 3. Wie fühlst du dich nach deinem Tod? Beschreib mal.

Ich fühle mich erleichtert, dass ich dassaus dem Loch herausgekommen bin.

Was geschieht dann weiterhin mit dir, Jeanette? Ist jemand da?

Bis jetzt noch gar niemand. Ich schwebe noch über dem Loch und betrachte mir alles.

Was passiert danach?

Licht. Ich gehe in das Licht. Ich schwebe. Ich fühle mich irgendwie von dem Licht angezogen.

Geh hinein.

Ja , ich schwebe in das Licht und spüre unheimlich viel Liebe. Und ich spüre andere Wesen, kann aber nichts richtig erkennen.

Begegnest du irgendwann jemandem wieder aus der Gruppe, die mit dir in dieses Land gefahren war? Ist jemand dort?

Nein.

Und auf einmal befindest du dich wieder vor dem Tor bei deinem Höheren Selbst, und du kannst dich an alles erinnern, was du erlebt und erfahren hast. Und nun frage dein Höheres Selbst: „Warum musste ich das alles erleben, was ist der Grund dafür? Warum musste ich von Spinnen getötet werden?”Höhere Selbst*,

Ich habe früher auch jemand mal durch Tiere töten lassen.

Und das Höhere Selbst nimmt dich nun bei der Hand, und ihr schwebt an dieser Wolkenwand entlang. Jetzt bleibt ihr vor einem Tor stehen. Und du weisst, wenn dieses Tor sich öffnet, dann befindest du dich in jenem Leben, in dem die Ursache dafür zu finden ist, warum du jenen Spinnentod als Jeanette damals bei den Ureinwohnern erleben musstest. Und wenn bis 3 gezählt worden ist, dann befindest du dich einen Tag vor jenem Tag, an welchem die Ursache für deinen Spinnentod zu finden ist. 1,2,3. Jetzt bist du da. Schau mal auf deine Füsse, ob du barfuss bist oder Schuhwerk trägst.

Ich habe Sandalen an.

Welche übrigen Kleidungsstücke hast du denn an?

Ich bin in Rom.

Beschreib mal, wer du bist und was du so machst.

Ich bin die Frau von einem reichen Bürger aus Rom.

Wie heisst du?

(keine Antwort)

Jetzt kommt der erste Buchstabe, auf einmal ist er da, 1,2,3.

P

Und der nächste, 1,2,3.

I

Und nun kommt der dritte Buchstabe. Und auf einmal weisst du deinen ganzen Namen.

Pina oder so ähnlich.

Ich nenne dich vorerst Pina, und vielleicht fällt dir später noch der vollständige Name ein. Du bist eine Frau eines römischen Bürgers. Seid ihr sehr wohlhabend?

Ja.

Was für einen Beruf hat denn dein Mann?

Er ist Angestellter in der Regierung.

Wie wohnt ihr denn?

Schön.

Hast du Kinder?

Ja.

Wie alt bist du?

Anfang 30.

Fühlst du dich wohl in deinem Leben als Pina?

Gut. Ich habe sehr viel Einfluss.

Worauf erstreckt sich dein Einfluss?

Mein Mann und unsere Familie sind sehr angesehen in der Staatsregierung.

Hat dein Mann einen höheren Posten mit viel Verantwortung inne?

Ja.

Pina, ich zähle jetzt bis 3, und dann befindest du dich bei einem wichtigen Ereignis einen Tag später. 1,2,3. Was erlebst du jetzt?

Ich bin in so einem Zirkus, in so einer Arena, dassoben drin, wo die Leute stehen. Ich freue mich darauf, dasswerden gleich ein paar Christen reingeholt. Ich habe meinen Mann dazu angehalten, es so zu bringen, dass die von den Löwen zerrissen werden. Ich freue mich schon darauf, das wird bestimmt witzig.

Befinden sich viele Leute in dieser Arena?

Ja.

Und findet dieses Spektakel in einem grossen Zirkus statt? Ist es etwa der „Circus Maximus“?

So gross ist der Zirkus gar nicht, also mir kommt er nicht so gross vor.

Ist dies eine von mehreren Arenen?

Ja.

Hat dein Mann etwas damit zu tun? Hat er zu bestimmen, wer oder was dassvorgeführt wird ?

Es waren nicht mal Menschen, die ich gekannt habe. Es waren einfach Gefangene.

Und jetzt siehst du die Gefangenen kommen. Was passiert? Beschreib das doch mal.

Sie haben Angst, ganz grosse Angst und halten sich teilweise gegenseitig fest.

Und was passiert dann?

Alle freuen sich und schreien, dass man endlich die Löwen rauslassen soll.

Was geschieht? Kommen die Löwen heraus?

Sie bleiben erst stehen und wittern.

Was fühlst du dabei, wenn du auf einmal siehst, wie diese Menschen den Löwen ausgesetzt sind, und die Löwen stürzen sich auf sie und verzehren oder töten sie?

Spannung und Erregung.

Gibt es auch sowas wie Wetten oder irgend etwas?

Das machen die Männer, damit habe ich nichts zu tun.

Du sitzt neben deinem Mann?

Ja.

Und wie reagiert er?

Gelangweilt.

Er hat das wohl schon zu oft gesehen. Ist es für dich das erste Mal, dass du so was siehst?

Nein, mir gefällt es aber immer wieder neu.

Spürst du einen gewissen Reiz und Kitzel, das zu sehen? Wie viele Male warst du schon in der Arena?

Fünfmal.

Und die anderen Menschen um dich herum, wie reagieren sie? Rufen sie irgendwas?

Die feuern die Löwen an. Und es dauert auch gar nicht lang. Die Menschen dassunten laufen ein paar Schritte, schreien und fallen auf den Boden, manche fangen an zu beten. Doch die Löwen sind ruckzuck drauf und beissen.

Wie viele Löwen siehst du?

4

Sind das Männchen oder Weibchen?

Männchen.

Und wie viele Gefangene sind dassin der Arena?

7 oder 8

Sind das Erwachsene oder Kinder?

Erwachsene.

Sind es Männer oder Frauen?

Beides.

Und wenn bis drei gezählt worden ist, stehst du auf einmal wieder vor dem Wolkentor bei deinem Höheren Selbst. 1, 2, 3. Du befindest dich wieder vor dem Wolkentor bei deinem Höheren Selbst. Und das Höhere Selbst führt dich auf den BERG DER ERKENNTNIS und sagt: „Liebe Michaela. Von diesem Berg aus siehst du jetzt alle vier Leben unter dir. Du überblickst dein Leben als Heuschrecke, die im Spinnennetz ihr Leben vorlor. Du siehst das Leben als Pina in Rom, die mit Faszination sich in der Arena den Tod der Christen ansah. Und du siehst auch vor dir das Leben als Jeanette, die in die Spinnengrube geworfen wurde, und du erkennst dein heutiges Leben als Michaela. Sage mir, welche Erkenntnisse machst du nun?“

Ich würde sagen, ich klammere die Spinne und die Heuschrecke mal aus, denn dasshabe ich wohl wirklich nur als Futter gedient.

Und dann schau dir mal die beiden Leben als Pina und Jeanette an.

Ich habe es genossen, dass andere Menschen in Angst und Schrecken versetzt wurden, und habe sogar dafür gesorgt, dass solche Veranstaltungen gemacht wurden. Die Menschen hatten Angst, und ich habe mich daran geweidet und es genossen, sie so zu sehen.

Kannst du jetzt sehen, dass du als Jeanette ein ähnliches Schicksal erleiden musstest, wo dich zwar keine Löwen töteten, aber wo du - wenn auch auf andere Art und Weise - genauso grausam den Tod fandest? Und im Grunde könntest du jetzt auch den Spinnen dankbar sein, dass sie dir den karmischen Ausgleich geschaffen haben, denn du musstest nach dem Gesetz des Karmas den karmischen Ausgleich erleben. Du bist zwar nicht den Löwen vorgeworfen worden, aber in anderer Form hast du doch ein ähnliches Schicksal erleiden müssen. Jene Angst, welche die Gefangenen in der Arena bei dem Herannahen der Löwen hatten, musstest du nun in ähnlicher Weise erfahren, als jene Spinnen sich dir nahten. Die Spinnen wurden dazu benutzt, damit du diesen karmischen Ausgleich erfahren konntest. Eigentlich kannst du den Spinnen dafür dankbar sein, dass du endlich dein Karma ausgleichen konntest. Sie haben dir geholfen, dich aus dieser karmischen Verstrickung zu befreien. Ja, im Grunde haben die Spinnen etwas Gutes an dir bewirkt. Kannst du das auch so sehen?

Ja.

Und nun, welche anderen Erkenntnisse machst du noch? Schau dir diese Afrikaner an, die dich mit 17 Jahren gefangengenommen und in die Spinnengrube geworfen haben. Im Grunde haben sie dir damit geholfen, dass du dein Karma ausgleichen durftest. Und wahrscheinlich wurde allen anderen, die bei dir waren und ebenfalls gefangengenommen wurden, ebenfalls die Gelegenheit geboten, Karma auszugleichen. Es war also kein Zufall, dass ihr nach Afrika gekommen seid, denn es war eben vorgesehen, dass ihr auf dieser Reise einen karmischen Ausgleich erhalten solltet für irgend etwas, das in der Vergangenheit vorgefallen war. Kannst du das ebenfalls so sehen?

Ja.

Nun reicht dir das Höhere Selbst einen Kelch und sagt: “In diesem goldenen Kelch, liebe Michaela, befindet sich eine goldene Flüssigkeit, die es vermag, alles zu heilen. Es ist auch der Trank der Vergebung. Ausserdem vermag er Liebe zu geben und Schuldgefühle aufzulösen.”

Und nun gehe zuerst zu dieser Spinne in deinem Leben als Heuschrecke. Stehe vor dieser Spinne und sage zu ihr: „Liebe Spinne, ich werfe dir nichts vor“, so du das so formulieren willst. „Ich verzeihe dir ...“ oder „Ich vergebe dir von ganzem Herzen, was du getan hast.“ Möchtest du das so sagen?

Ja.

Dann sage es.

Liebe Spinne, ich vergebe dir, was du mir damals als Heuschrecke angetan hast.

Und nun kehre in jenes Leben als Jeanette zurück und reiche den Spinnen dort in der Grube auch von diesem Trank und, wenn du magst, dann sage: „Ich vergebe euch alles, was ihr mir angetan habt.“ Denn sie haben dir den karmischen Ausgleich verschafft. Du kannst nun, wenn du möchtest, den Spinnen vergeben, die dich getötet haben, und ihnen den goldenen Trank reichen. Möchtest du jetzt sagen: „Ich vergebe euch, liebe Spinnen, von ganzem Herzen.“?

Ich vergebe euch Spinnen von ganzem Herzen.

Das sage dreimal.

Ich vergebe euch ....... (2x)

Und nun gehe mit diesem Trank auch zu dieser Urbevölkerung, die dich gefangengenommen und dich in diese Spinnengrube geworfen hat, denn du weisst, dass alles geschehen musste, damit du deinen karmischen Ausgleich bekommen konntest. Reiche ihnen den Trank. Lasse sie daraus trinken. Und wenn du möchtest, dann sage ihnen: „Ich vergebe euch von ganzem Herzen, was ihr mir zugefügt habt.“

Ich vergebe euch von ganzem Herzen, was ihr mir zugefügt habt.

Noch mal.

Ich vergebe euch von ganzem Herzen, was ihr mir zugefügt habt.

Und noch mal.

Ich vergebe euch von ganzem Herzen, was ihr mir zugefügt habt.

Und auf einmal stehst du vor Pina, die sich an dem Anblick geweidet hat, wie Menschen von Löwen zerfleischt werden. Und du erkennst nun aus einer höheren Perspektive, dass du dich damals als Pina verschulden und gegen dein Gewissen handeln musstest, indem du dich mit Leidenschaft daran weidetest, dass andere Menschen getötet wurden. Späterhin jedoch hast du Reue empfunden. Indem du Schuldgefühle entwickelt hast, wurde ein wichtiger Erkenntnisprozess in Gang gesetzt. Denn diese Schuldgefühle bewirkten im nachhinein, dass du danach strebtest, dich wieder ganz  von dieser inneren Schuld zu befreien, die du dir aufgeladen hast, als du als jene Pina gegen die Nächstenliebe verstossen hast, indem du dich daran weidetest, wie jene Löwen Menschen zerfleischten. Diese Pina war in ihrer Liebesentwicklung noch sehr jung. Im Grunde kannst du erkennen, dass Pina - was ihre Liebesfähigkeit anbelangt - eine bedauernswerte Person ist. Kannst du eigentlich Mitleid mit dieser Pina haben?

Mitleid nicht, aber Verständnis.

Könntest du jetzt dieser Pina aus deinem Verstehen heraus ihre Schuld vergeben, obwohl sie sich an so Grausamem erfreut hat? Wenn du möchtest, dann kannst du jetzt sagen: „Liebe Pina, ich reiche dir diesen Trank. Trinke daraus, damit du ganz genesen mögest. Ich befreie dich nun von aller Schuld, die du dir damals aufgeladen hast.“

Liebe Pina, ich befreie dich mit diesem Trank von aller Schuld, die du damals auf dich geladen hast.

Und noch mal.

Liebe Pina ...

Und noch mal.

Liebe Pina ...

Und nun gehe zu jenen, die unter deinen Augen zerfleischt worden sind. Du stehst vor ihnen, reichst ihnen diesen Kelch und, wenn du so möchtest, bitte sie um Vergebung, indem du sagst: „Bitte vergebt mir, dass ich frohlockt und mich gefreut habe über eure Zerfleischung.“

Bitte vergebt mir, dass ich mich an eurem Leid geweidet habe. Bitte vergebt mir, dass ich mich an eurer Angst und eurem Leid geweidet habe.

Und auf einmal befindest du dich wieder bei deinem Höheren Selbst. Und das Höhere Selbst sagt: „Siehst du, liebe Michaela, du hast nun die Zusammenhänge ganz genau erkannt und hast Bewusstsein über das bis dahin dir Unbewusste bekommen. Und mit diesem Bewusstsein kannst du dich jetzt lösen von all dem, was sich im Unbewussten bei dir niedergelassen hat bezüglich deiner Spinnenphobie.

Hier, nimm diesen grossen KIEFERNZAPFEN in die Hand. Stopfe nun deine Angst vor Spinnen dort hinein, hole sie wie eine schwarze Masse aus deinem Inneren heraus.“  Und während du das tust, sage nun dreimal: „Ich befreie mich von ... “ Sage selbst, von was du dich nun befreien willst.

Ich befreie mich von meiner krankhaften Angst vor Spinnen.

Und noch mal.

Ich betreie mich von meiner krankhaften Angst vor Spinnen.

Und noch mal.

Ich befreie mich von meiner krankhaften Angst vor Spinnen.

Und jetzt ist dieser Kiefernzapfen ganz vollgestopft. Und dein Höheres Selbst entfacht vor dir ein Lichtfeuer und fordert dich, liebe Michaela, auf: „Jetzt lege diesen Zapfen mit deiner Spinnenphobie hinein.“ Und das tust du. Und du siehst auf einmal, wie dieser Zapfen sich auflöst, und du weisst, der Zapfen mit der Spinnenphobie verwandelt sich zurück in die Urliebesenergie. Jetzt ist er ganz aufgelöst, und du fühlst eine grosse Befreiung in dir. Ein Riesendruck von etwas, das dich belastet und niedergezogen hat, ist nun von dir genommen. Ja, du bist jetzt frei geworden von dieser Spinnenphobie und kannst nun ganz laut dreimal sagen: Ich bin frei von ...

Ich bin frei von meiner krankhaften Angst vor Spinnen. (3x)

Von jetzt ab ist deine Spinnenphobie ein für allemal verflogen, denn du hast dich von ihr endgültig befreit. Wo immer du von nun ab eine Spinne siehst, bleibst du ganz gelassen und ruhig, ja, du könntest sie sogar ohne Widerwillen anfassen.

Und das Höhere Selbst holt einen LICHTSTAB hervor und hüllt dich ganz in ein weisses Licht der reinen Liebe ein. Und dieses Licht geht in dich hinein und durchdringt dich. Dein ganzes Inneres wird jetzt von dieser totalen Liebe erfüllt. Es ist ein wunderbares Gefühl. Geniesse es. Lade dich jetzt ganz auf mit dieser totalen Liebe.

Und auf einmal befindest du dich in jenem Wolkenbett. ...

Nachdem Michaela nach Beendigung dieser therapeutischen Rückführung aus dem Alphazustand zurückgekehrt war, musste sie sogleich auf die Toilette. In der anschliessenden Seminarpause ging sie in den Garten, um frische Luft zu schöpfen. Sie sah auf einmal eine mittelgrosse Spinne, nahm sie zwischen ihre Finger und setzte sie auf ihr Gesicht. Die Spinne lief quer darüber. Ihre Spinnenphobie war aufgelöst, und die Therapie hatte etwa eineinhalb Stunden gedauert.

Ein halbes Jahr später besuchte ich Michaela in ihrer Praxis in SüdDeutschland. Sie sagte mir, dass sie erst am gestrigen Tag eine Spinne in ihrem Blumenkasten entdeckt habe, die sie zwischen ihre Finger genommen und nach draussen in den Garten gesetzt habe...

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Page revision: 20-07-2007
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